Mein Name ist Peggy Steinhäuser und ich bin Inhaberin dieser Hundeschule. So lang ich denken kann, bin ich verrückt nach Tieren, besonders Hunde und Katzen haben es mir angetan. Da liegt es nah, dass ich mir nichts sehnlicheres wünschte, als ein eigenes Tier, und sämtliche Hunde- und Katzenbücher studierte. Leider waren meine Eltern gegen eine Tierhaltung und somit wurde mein Traum vorerst nicht wahr. Die Mitarbeit im örtlichen Tierheim war damals aus unerklärlichen Gründen ebenfalls verboten. So blieb mir nur die Möglichkeit, private Hunde auszuführen, welche ich intensiv nutzte. Als ich 1994 meine eigene Wohnung bezog, war ein großer Schritt in Richtung Hund getan. Da mir jedoch die Bedürfnisse eines großen Hundes (es sollte ja eine Dogge werden) wohl bekannt waren und ich eine Vollzeitbeschäftigung hatte, war an eine Hundehaltung noch nicht zu denken. Nachdem ich einige Zeit im Tierschutzverein “Dogge in Not” gearbeitet hatte, war mir klar geworden, dass mein erster Hund aus dem Tierheim stammen soll. 1995 war es dann soweit und ich adoptierte meine Deutsche Dogge “Stella”. Sie kam mit ihren Geschwistern aus Belgien, wo ein Hundehändler sie nicht mehr haben wollte. Es waren noch Babies, 10 Wochen jung. Ich war total aus dem Häuschen, denn ich hatte nur mit einer erwachsenen Dogge gerechnet. Von Anfang an begleitete sie mich ins Büro und es war phantastisch, ihre rasche Entwicklung mit anzusehen. Es verging nicht viel Zeit, da stellte ich fest, dass die durch Hundebücher, -zeitschriften etc. erlernte Theorie weit von der Praxis entfernt war. Ich tauschte mich daher mit den Profis von “Dogge in Not” und anderen Hundefachleuten aus, besuchte diverse Praxisseminare und eine Hundeschule, in der ich später auch selbst fremde Hunde trainierte.  Nach und nach wuchs meine Stella zu einer stattlichen wohlerzogenen (andere behaupteten das jedenfalls ;-)) Deutschen Dogge heran und wir wurden ein eingespieltes Team. Durch die Arbeit mit Hunden, insbesondere in Tierheimen (inzwischen war dies möglich) wurde mir bewusst - meine Berufung ist die sanfte und gewaltfreie Ausbildung von Hunden. Die örtlichen Hundeschulen waren davon weit entfernt und boten nur ein Einheitsprogramm an, weshalb ich selbst Kynopädagogik studierte. Für mich war und ist es wichtig, dass jedes Hund-Mensch-Team sein speziell zugeschnittenes Trainingsprogramm erhält und über positive Bestärkung motiviert wird. 1997 eröffnete ich nebenberuflich eine eigene Hundeschule. Binnen kürzester Zeit hatten sich meine “tierisch menschlichen” Erziehungsmethoden herum gesprochen und ich konnte mehrere Kurse anbieten. Die Hundehalter waren begeistert, als sie sahen, dass sich ihr Hund mit Spiel, Spass und Konsequenz erziehen lässt. Aufgrund meiner diversen Praktika in Tierarztpraxen konnte ich mein Wissen auch im medizinischen Bereich erweitern und die evtl. Zusammenhänge zwischen Krankheit und Verhalten kennen lernen. Diese werden meistens vernachlässigt oder gänzlich unbeachtet gelassen. Gelenk-, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen sind dabei die häufigsten Beschwerden, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen können. Nachdem ich mich nicht mehr nur theoretisch, sondern auch praktisch mit Agility beschäftigte und einen Verein gründete, entschied ich mich 2001 für einen Zweithund - einen Bearded Collie. Bijou wurde ein begeisterter Agility- und Rettungshund. Auch auf Turnieren waren wir erfolgreich, wenn Bijou nicht gerade wieder vor irgend einem Geräusch Angst hatte (das ist eine andere Geschichte). Der Verein wuchs mit der Begeisterung für diesen Sport.
2004 war ein schmerzliches Jahr für mich, denn ich musste mich erst von meiner geliebten Stella (8 3/4 Jahre) und dann von meinem einzigartigen Kater (12 Jahre, Knochenkrebs) verabschieden. Bis heute sitzen die Wunden tief...
Aus privaten Gründen verlagerte ich im Juni 2005 meinen Wohnsitz nach Bonn. Mein Freund und ich adoptierten einen c a. 6 Jahre alten Mastiff (Barney) aus dem Tierheim in der Slowakei. Er entwickelte sich in kürzester Zeit von einem ängstlichen ehemaligen Kettenhund zu einem netten Familienhund, der das Sofa liebte. An die innige Freundschaft zwischen meinem Freund und Barney kam jedoch niemand heran. Ab Oktober 2005 trainierte ich in Bonn Hund-Mensch-Teams. Glücklicherweise gab es auch hier viele Leute, denen ihr vierbeiniger Partner nicht gleichgültig war und die meine individuellen, hundefreundlichen Trainingsmethoden zu schätzen wussten.  Im Mai 2006 konnte ich endlich einen Hundeplatz pachten und somit auch wieder Agility anbieten. Dies war jedoch nur von kurzer Dauer, da ich Ende des Jahres überglücklich eine Babypause einlegte. Bijou zog kurz vorher zu Bekannten um, da ihre Geräuschempfindlichkeit soweit fortgeschritten war, dass ich sie sogar im Haus anbinden musste, denn die Jäger waren hier sehr aktiv. Jegliche Therapie blieb erfoIglos oder brachte nur kurze Zeit Linderung. Auch wenn mir persönlich dieser Schritt sehr schwer fiel, weiß ich heute, dass es die beste Entscheidung für Bijou war, denn sie ist jetzt glücklich. Wenn ich sie besuche, freut sie sich riesig, möchte aber nicht mit mir gehen. Einen besseren Beweis gibt es für mich nicht... Im Frühjahr 2007 begann ich wieder mit den Trainingsstunden, jedoch nicht so intensiv wie vorher, da ich nun auch Mens chenmama bin :-). Nachdem sich unser Barney als großer Beschützer erwies und sorgfältig darauf aufpasste, dass keiner sich dem Kinderwagen unseres Sohnes näherte, verließ er uns leider aufgrund eines schweren unheilbaren Nierenleidens. In unseren Herzen lebt er weiter...
1 1/2 Jahre später schauten wir (vor allem ich) uns nach einem neuen Hund um. Ich wollte gern wieder eine Deutsche Dogge und aufgrund unseres Kleinkindes hatten wir uns für einen Welpen entschieden, obwohl ich viel lieber wieder einen Hund vom Tierschutz genommen hätte. Nachdem ich mich längere Zeit mit Züchtern und Zuchthunden beschäftigt hatte, verging mir alles, da einfach nur noch der Kommerz im Vordergrund steht und nicht die Gesundheit und das Wesen des Hundes.
Anfang 2009 bekamen wir von einer Tierschützerin den Hinweis über einen Mastiff im Tierheim in Frankfurt. Wir fuhren hin und mussten die alte Dame (ca. 9 Jahre damals) einfach mitnehmen. Sie war im Tierheim, weil ihr Frauchen gestorben war. Agatha sollte nach Aussage der Tierheimleitung mit Allem und Jedem verträglich sein und deshalb konnte ja nichts schief gehen. Es stimmte jedoch nichts davon, wie ich später erlebte. Sie stürzte sich auf jeden Hund und hatte auch nach unserem Kind geschnappt. Ich saß daneben, deshalb war nichts passiert, aber.... Von da an bekam sie ein straffes Erziehungsprogramm und ich arbeitete an der Angst vor Hunden. Inzwischen liebt sie unseren Sohn über alles und lässt auch die Hunde in Ruh, wenn ich mit ihr spazieren gehe. Inzwischen ist Agatha sehr alt geworden und das Laufen fällt ihr sehr schwer. Jeder Gassigang wird ihr zur Qual. Außerdem ist sie noch anhänglicher geworden und mag gar nicht mehr alleine bleiben. Nachdem auch die stärksten Medikamente nichts mehr halfen, sie nicht mehr aufstehen konnte und auch ihre Leidenschaft - das Fressen - aufgab, mussten wir den schweren Schritt gehen und Sie am 17.06.2011 von ihrem Leiden erlösen. Nach 2 1/2 Jahren ist sie uns ans Herz gewachsen und wir sind froh, dass wir sie damals zu uns geholt haben. Sie wird in unseren Gedanken und Erzählungen weiterleben. Ihre Peggy Steinhäuser |